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TRADITIONSTAG 2012


Wollen wir diesem Land noch dienen?

Es ginge nicht allein um Freiwilligkeit oder allgemeine Wehrpflicht. Die zentralen Fragen seien ganz andere, meinte Oberst Mag. Meurers, Kommandant des Stabsbataillons 7 in seiner Ansprache am 23. Mai anlässlich des Traditionstages 2012 in der Windischkaserne. Ansprache des Kdt. Galerie: Militärischer Festakt; Kranzniederlegungen in Klagenfurt und Villach.

Die entscheidenden Fragen seien: Muss nicht Sicherheit als Gesamtkonzept gemeinsame Pflicht aller Bürger sein? Kann dies ausschließlich auf Freiwilligkeit beruhen oder gilt es nicht auch, die Dienstpflicht jedes Einzelnen einzufordern? Was muss dieses Heer militärisch als Mindestmaß leisten können, um noch als solches bezeichnet werden zu können. (Da ist ein Häuflein Infanterie nur für Auslandseinsätze wohl zu wenig)? Und wollen wir wirklich, dass der Bürger von der Wiege bis zur Bahre nur mehr Rechte oder Leistungen konsumieren soll, ohne je dafür selbst in irgendeiner Weise einstehen zu müssen? Erst wenn das alles geklärt sei, wenn Sicherheits- und Verteidigungspolitik wirkliches Anliegen sei, man bereit sei, dafür auch mehr Geld und Mittel auf den Tisch zu legen als bisher und dafür vielleicht auf anderes zu verzichten, und die Heeresreformen nicht mehr vom Aspekt der Bequemlichkeit und des Nulltarifs diktiert würden, dann werde man in ehrlicher Weise daran gehen können, neue Wege zu gehen. Für unsere Gefallenen der Kriege war jedenfalls „Die Not der Heimat, … Befehl - die Treue zu Kärnten ihr Glaube!“ Sie wussten, dass man Freiheit nur dann haben kann, wenn man bereit ist, die eigene dafür zu opfern. Sie haben uns durch persönliches Opfer die Freiheit geschenkt. Ihnen Dank zu erweisen, ist für uns ehrenhafte Pflicht. Eingeleitet wurde der Traditionstag schon am Vorabend durch Kranzniederlegungen am Denkmal der „8er-Jäger“ im „8er-Jägerpark“ in Klagenfurt sowie bei der „Oberst TEPPNER-KAPELLE“ in Warmbad-Villach, wo anschließend Frau Kommerzialrat LUKESCHITSCH wieder zu einem gemeinsamen kameradschaftlichen Beisammensein eingeladen hatte. Eine überaus große Zahl von Gästen aus dem öffentlichen Leben Kärntens ebenso wie unsere benachbarten Freunde aus Italien und Slowenien hat uns die Ehre gegeben, wofür auf das herzlichste gedankt sei. Besonderer Dank gilt hierbei den zahlreich erschienenen italienischen Abordnungen und Traditionsverbänden, allen voran General Renato GEROMETTA.Von den heimischen Ehrengästen fanden sich unter anderen ein: Landtagspräsident LOBNIG in Vertretung des Herrn Landeshauptmannes, Prälat Dr. Michael Kristof in Vertretung des Herrn Bischofs Dr. Alois SCHWARZ, Landtagsabgeordneter Rudolf SCHOBER, der Kommandant der 7. Jägerbrigade Brigadier Mag. Thomas STARLINGER und Oberst Walter Gitschtaler in Vertretung des Herrn Militärkommandanten von Kärnten und viele andere aus Militär und öffentlichem Leben. Mit den Grußworten der Ehrengäste und den Landeshymen Kärnten und Steiermark ging die würdige Feier zu ende und es wurde zu einem gemeinsamen Essen in den Speisesaal geladen.